E-Paper - 16. Oktober 2019
Gossauer Nachrichten
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Eine vor Feierlichkeiten nervöse Weltmeisterin

Von Tobias Baumann

Seit Ende August darf sie sich Weltmeisterin nennen und noch stehen der Andwilerin Martina Wick weitere Feierlichkeiten bevor. Ende Oktober wird die beste Restaurationsfachfrau der Welt durch «Gastro St.Gallen» geehrt, später

ist ein Empfang an der GBS

geplant.

Weltmeistertitel «Manchmal muss ich die Fotos anschauen, um zu realisieren, dass ich tatsächlich Weltmeisterin geworden bin», lacht Martina Wick. Sie habe ein Jahr konsequent darauf hingearbeitet und doch sei es irgendwie seltsam, den Titel nun tragen zu dürfen. «Aber natürlich auch mega lässig. Ob ich schon realisiert habe, was ich da erreicht habe, kann ich nicht sagen, schliesslich habe ich keine Erfahrung mit grossen Erfolgen», so die junge Andwilerin, die dabei ganz bescheiden unerwähnt lässt, dass sie ja bereits im Vorjahr mit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft einen Erfolg verbuchen konnte, den die meisten Personen als gross bezeichnen würden. Für Martina Wick dagegen war der Sieg an den Schweizer Berufsmeisterschaften fast Pflicht, hatte sie sich doch fest vorgenommen, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Obwohl nur der Sieg an der Schweizer Meisterschaft zur Teilnahme an den WorldSkills berechtigte, verspürte die 21-Jährige nur bedingt Druck. «Diesen habe ich mir an den SwissSkills ausschliesslich selbst gemacht. An den WorldSkills war der Druck weit grösser, weil ich von allen Seiten hörte, dass ich eine Medaille mit nach Hause bringen soll», erzählt Wick. Das absolvierte Mentaltraining habe ihr geholfen, mit dieser Erwartungshaltung umzugehen.

Minuziöse Vorbereitung

Auch neben der mentalen Vorbereitung überliessen Wick und ihr Coach in der Vorbereitung für die Wettkämpfe im russischen Kazan nichts dem Zufall. So machte die Restaurationsfachfrau erst einen zweimonatigen Sprachaufenthalt im Süden Englands, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern, absolvierte dann ein vierwöchiges Praktikum in Singapur, um das Gelernte anzuwenden und neue Erfahrungen zu sammeln, bevor sie sich in St.Gallen zur Barista, also zur «Kaffeekünstlerin», weiterbildete. Um ihre Fähigkeiten für die Weltmeisterschaften abzurunden, arbeitete Wick anschliessend an einer Bar in Zürich und in einem Restaurant der gehobenen Klasse im Tessin. Zuletzt trainierte die Andwilerin in den Räumlichkeiten der «Hotel und Gastro formation» in St.Gallen allein und mit Coach nochmals intensiv die einzelnen Arbeitsschritte.

Fortsetzung Seite 3

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 16. Oktober 2019, Seite 1 (8 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Oktober   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31