E-Paper - 04. September 2019
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Handballer siegt vor Kampfsportlern

Bei der 9. Verleihung des St.Galler Sportpreises wurde Rolf Erdin, Meistertrainer der Handballerinnen des LC Brühl, als Sportler sowie Zehnkämpfer Simon Ehammer als Nachwuchssportler des Jahres geehrt. Der Ehrenpreis ging an Sportfunktionär Martin Rutishauser, der als Funktionär von Swiss Olympic an sechs Olympischen Spielen wirkte.

Pfalzkeller Am Montag zeigte sich einmal mehr, dass St.Gallen nach wie vor eine Handball-Hochburg ist. Zwar spielen bei den Herren nicht mehr wie einst vier St.Galler Vereine in der NLA, sondern nur noch der TSV St.Otmar, aber der Sieg von Rolf Erdin mit über zehn Prozentpunkten Vorsprung zeigt, dass der Sport in St.Gallen noch immer grosse Popularität geniesst. Die beiden Kampfsportler Timo Allemann und Zino Meuli blieben in der Wahl, die sich je zur Hälfte aus Juryurteil und Publikumsvoting zusammensetzte, gegen den ehemaligen Spieler des TSV St.Otmar und heutigen Brühl-Trainer chancenlos, obwohl sowohl Judoka Allemann als auch Boxer Meuli grosse Erfolge aufweisen konnten.

Knappe Entscheidung

Weit knapper fiel die Wahl in der Kategorie Nachwuchssportler aus. Zehnkämpfer Simon Ehammer vom TV Teufen, der im letzten Jahr sensationell die Bronzemedaille an der U20-WM gewonnen hatte und in diesem Jahr in der gleichen Alterskategorie mit dem Europameistertitel nachdoppelte, setzte sich hauchdünn gegen seine Leichtathletikkollegin Alina Tobler durch. Die Dreispringerin des LC Brühl, der noch rund eineinhalb bis zwei Meter auf die Weltspitze fehlen, wie sie ausführte, kam auf Rang 2, Dritte wurde Mountainbikerin Ronja Blöchlinger, die von ihrem Bruder Noah vertreten wurde, da sie noch nicht von der Mountainbike-WM in Kanada zurückgekehrt war. Erdin und Ehammer durften von René Frick, Präsident IG Sport Stadt St.Gallen, beziehungsweise von Christoph Meier vom Panathlon-Club St.Gallen jeweils den Siegerpokal sowie einen Check über 3‘000 Franken entgegennehmen.

Ehrenpreis für Rutishauser

Zwischen diesen beiden Sportlerwahlen ehrte Stadtrat Peter Jans die drei fleissigsten Swiss Volunteers  und übergab den St.Gallern Claudia Wittwer, Silvia Preisig und Ramon Sepin jeweils eine Urkunde und einen Check über 500 Franken. Den dritten «Sport-Oscar» durfte Martin Rutishauser entgegennehmen. Der einstige Handballer, der später eine langjährige Funktionärskarriere einschlug und dabei als Mitglied der Missionsleitung gleich an sechs Olympischen Spielen teilnahm, zeigte sich als Präsident der Valida auch mitverantwortlich dafür, dass die National Summer Games für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung 2022 in St.Gallen stattfinden. «Beim Ehrenpreis handelt es sich allerdings nicht um Vorschusslorbeeren für diesen Grossanlass, vielmehr ist er eine Anerkennung für die langjährige ehrenamtliche Karriere von Martin Rutishauser», stellte Stadtrat Markus Buschor klar, der den Ehrenpreis überreichte.

Musikalische Highlights

Die wie jedes Jahr von Beat Antenen moderierte, gut einstündige Veranstaltung wartete mit verschiedenen musikalischen Highlights auf, wobei mit Sänger Florian Ast für einmal auch ein national sehr bekannter Name an der Verleihung auftrat. Dem Berner gelang es schnell, die Herzen des St.Galler Publikums zu gewinnen. Jazz-Musiker Elias Bernet und  Akkordeonvirtuosin Jacqueline Wachter stellten ihr Können ebenfalls unter Beweis, Alphornbläserin Celine Müller und Hackbrettspieler Joshua Broger zeigten, dass sich die hiesige Volksmusik nicht um den Nachwuchs sorgen muss. tb

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 4. September 2019, Seite 25 (31 Views)

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