E-Paper - 04. September 2019
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Gossau soll CO2-neutral werden

Die SP-Fraktion möchte, dass die Stadt Gossau bis 2030 CO2-neutral wird. Gestern reichten die vier SP-Parlamentarier eine Motion ein, die vom Stadtrat verlangt, ein Reglement auszuarbeiten, das die Grundlage schafft, damit die Stadt Gossau dieses Ziel erreichen kann.

Parlament «Es steht unserer Stadt gut an, die Verpflichtungen, die der Bund mit dem Klimaabkommen von Paris eingegangen ist, nicht nur mitzutragen, sondern mit gutem und innovativem Beispiel voranzugehen. Als Stadt und als Gesellschaft sind wir gefordert und dürfen nicht einfach abwarten», schreiben Monika Gähwiler-Brändle, Itta Loher, Werner Bischofberger und Florian Kobler in ihrer Motion. Die Schweiz habe sich mit der Ratifizierung des Übereinkommens von Paris verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Umsetzung könne aber nicht einfach dem Bund und den Kantonen überlassen werden.

«Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, möglichst frühzeitig zu handeln, denn eine kurzfristige Anpassung wäre weder realistisch noch für die Wirtschaft und die Bevölkerung verkraftbar», schreiben die Motionäre weiter. Wenn dagegen frühzeitig Massnahmen ergriffen würden, schaffe dies einen Vorteil für die eigene Wirtschaft und ziehe möglicherweise innovative Firmen an.

Für Albrecht nur Hysterie

Parlamentskollege Frank Albrecht von der SVP hat in einem Mail an seine Parlamentarierkollegen und an Pressevertreter bereits vor der Einreichung der Motion klar gemacht, was er von dieser hält - nämlich gar nichts. «Bis heute gibt es keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis, dass das Spurengas CO2 die Temperatur erhöht», verneint Albrecht einen Zusammenhang zwischen den steigenden Temperaturen und dem Ausstoss dieses Treibhausgases. In unzähligen Dokumentationen, Studien und auch im Bericht des Weltklimarates werde ausserdem eine Globaltemperatur von 15 Grad als ideal bezeichnet und der Durchschnittswert liege mit 14,68 Grad darunter. «Ich verstehe es überhaupt nicht, wie man aufgrund solcher Zahlen Panik verbreiten kann, wenn doch die Erde erst bei 15 Grad perfekt ist», schreibt Albrecht. Den SP- und den FLiG-Parlamentariern wirft er vor, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. «Aber auch bei uns steigen die Klimademonstranten ungebremst ins nächste Flugzeug und fliegen mehrmals im Jahr in die Ferien. Auch die SP und die FliG!» Eine Erklärung, woher er diese Informationen hat oder gar Zahlen, welche die Behauptung stützen, bleibt Albrecht in seinem Schreiben aber schuldig. tb

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 4. September 2019, Seite 1 (12 Views)

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