E-Paper - 26. Juni 2019
St.Galler Nachrichten
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In Flüssen ist Vorsicht geboten

Nun ist Badewetter angesagt, das viele Badefreuden erwarten lässt. Wie steht es aber mit der Wasserqualität? In den Seen, namentlich im Bodensee,  und in den Weihern, aber auch in den künstlichen Freibädern  ist diese erstklassig. Dagegen ist in Flüssen Vorsicht angesagt, sowohl in der Sitter, in der Thur wie auch  in der Glatt.

Wasserqualität Die Badewasser werden in den Kantonen St.Gallen und Thurgau regelmässig kontrolliert. Je ein Badeplatz am Bodensee, Walensee und Zürichsee werden vom Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen St.Gallen (AVSV) jedes Jahr vor und monatlich während der Badesaison beprobt. Aufgrund der grossen Hitze und Trockenheit im letzten Sommer und den damit verbundenen tiefen Wasserständen und hohen Wassertemperaturen wurden im August an ausgewählten Probestellen zusätzliche Messungen durchgeführt. Erfreulicherweise wies nur eine von neun untersuchten Badestellen im August eine zu beanstandende Badewasserqualität auf. Alle drei Jahre werden Proben an 30 Stellen erhoben, um die Qualität in zusätzlichen natürlichen Gewässern zu bestimmen.

Sauberer Bodensee

Die Badewasserqualität in den untersuchten Seen und Weihern ist im Allgemeinen gut, erklärt das AVSV.

Fortsetzung auf Seite 42

Besonders gut schneidet der Bodensee und der Untersee ab. Mit der Note A (ausgezeichnet) sind die meisten Bäder am Bodensee auf Schweizer Seite letztes Jahr versehen worden, wie der schweizweit geltenden neuen Karte zur Badewasserqualität vom Bundesamt für Umwelt zu entnehmen ist. Ein B bekamen im Thurgau bei einer Messung durch das Kantonale Laboratorium Thurgau am vergangenen 12. Juni allerdings die Badeplätze Salmsach, Kesswil, Altnau,  Münsterlingen und Kreuzlingen, wohl wegen der hohen Wasserführung, was aber immer noch eine gute Wasserqualität bedeutet. Mit einem B versehen wurde auch das Wasser des Hauptwiler  und des Bommer Weihers. In den beliebten «Weieren» auf Dreilinden in St.Gallen wird seit vielen Jahren regelmässig die beste Wasserqualität A festgestellt.

In den Flüssen wird dagegen oft eine ungenügende Wasserqualität erhoben. Die Qualität kann sich hier rasch ändern.  Daher gilt nach dem AVSV beim Baden in Flüssen, generell nicht zu tauchen, Wasser nicht zu schlucken und nach dem Baden gründlich zu duschen.

Beeinträchtigung möglich

Unterteilt wird die Badewasserqualität europaweit in vier Kategorien. Bei der Qualitätsklasse A und B  ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten, bei C ist sie nicht auszuschliessen und bei D ist sie möglich. An der Glatt bei der Einmündung in die Thur bei Oberbüren sind in den letzten Jahren immer wieder auch C-Proben erhoben worden. Zu beanstanden waren auch schon Proben der Sitter beim Erlenholz. Die hohen Zahlen an E.coli und das gelegentliche Vorkommen von Salmonellen sind in den Flüssen hauptsächlich auf die kontinuierliche Belastung durch gereinigtes Abwasser zurückzuführen.

Gute Wasserqualität ist auch in den öffentlichen Freibädern zu erwarten. Die Betreiber sind gesetzlich verpflichten die Wasserqualität regelmässig zu überprüfen. Die zuständigen kantonalen Stellen inspizieren zudem in regelmässigen Abständen die Bäder. we

St.Galler Nachrichten vom Mittwoch, 26. Juni 2019, Seite 1 (13 Views)

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