E-Paper - 29. Mai 2019
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St.Gallen soll wieder mehr zur Universtitätsstadt werden

Am 30. Juni stimmt das Volk über den Bau des Campus Platztor ab. Am Montag informierten der Regierungspräsident Stefan Kölliker, Regierungsrat Marc Mächler und HSG-Rektor Thomas Bieger zum wiederholten Male über die Bedeutung und die Notwendigkeit eines weiteren Standortes.

Platztor Die Bauten der Universität seien seit Jahren überbelegt, wie Thomas Bieger, Rektor der Uni St.Galle, sagt. Daher sei es notwendig Raum für die Forschung und die Bildung an der HSG zu schaffen. «Momentan kommen auf zwei Lernplätze drei Studenten.» Um diese Situation zu entspannen, wird ein zweiter Campus am Platztor geplant.

Über dieses Bauprojekt werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 30. Juni abstimmen.

Lernen vor Ort ist wichtig

Bieger sagt, man denke vielleicht, dass ein physischer Lernplatz in Zeiten der Digitalisierung weniger wichtig sei. «Das Gegenteil ist aber der Fall. Online lernen bedeutet, Inhalt zu lernen, der auf der ganzen Welt gelehrt ist. Um sich mit einer guten Bildung abzuheben und international Chancen zu erhalten, ist Präsenzunterricht unverzichtbar.»

Hinzu käme, dass in der Ausbildung vor Ort auch Kreativität und kritisches Hinterfragen gefördert werden. Um dies den beinahe 9000 Studenten zu ermöglichen, sei mehr Platz notwendig.

Universitätsstadt

Die Universität St.Gallen sei eine wichtige Institution für die Stadt und den Kanton. Man müsse bedenken, dass sie östlich von Zürich die einzige Universität ist und somit einen wichtigen Stellenwert einnehme, erklärt Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des Baudepartementes. «Es kann nicht sein, dass Universität nach Zürich nicht mehr stattfindet.» Mit dem Einzug der Uni beim Platztor bestehe für die Stadt die Möglichkeit, wieder mehr zur Universitätsstadt zu werden.

Hoher Selbstfinanzierungsgrad

Regierungspräsident Stefan Kölliker sagt, dass aus einem Franken, den der Kanton in die HSG investiert, fünf generiert würden. Diese stammen von aus der Universität St.Gallen heraus gegründeten Unternehmen und Studierenden aus anderen Kantonen. Im Vergleich zu anderen Schweizer Universitäten verfüge die HSG über den höchsten Selbstfinanzierungsgrad und entlaste so den Steuerzahler. Auch dem Platztor-Projekt soll die Universität einen Beitrag von 20 Millionen selbst beisteuern.

Sollte das Volk der Erstellung des Campus Platztor zustimmen, würden die Bauarbeiten 2024 beginnen und die Fertigstellung ist auf Ende 2027 geplant. «Unsere Provisorien sind so ausgelegt, dass sie bis dahin ausreichen sollten», so Marc Mächler. rs

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 29. Mai 2019, Seite 5 (16 Views)

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