E-Paper - 29. Mai 2019
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Es geht voran im Biotop Espel

Von Marc Ferber

Am letzten Samstag erhielten die Gossauerinnen und Gossauer sowie weitere Interessierte die Möglichkeit, an einer öffentlichen Führung durch das Naturschutzgebiet Espel teilzunehmen. Mehr als sechzig Neugierige folgten dem Aufruf des Vereins «Pro Natura St.Gallen-Appenzell».

Espel Der Verein «Pro Natura St.Gallen-Appenzell» erhielt letztes Jahr von der Gemeinde Gossau das Angebot, das Schutzgebiet «Ehemalige Kiesgrupe Espel» zu übernehmen. Eine spannende Möglichkeit für Pro Natura: «Eine ehemalige Kiesgrube eignet sich nämlich sehr gut als Ersatzlebensraum für viele der heimischen Tier- und Pflanzenarten», erklärt Christian Meienberger, Geschäftsführer von Pro Natura. So hätten Baggerarbeiten in Kiesgruben eine ähnliche Wirkung wie Hochwasser in Auenlandschaften. Temporäre Lebensräume entstehen, welche diversen Amphibienarten zu Gute kommen. Vor einem Jahr wurde bei einer systematischen Erfassung des fünf Hektar grossen Gebietes der Amphibienarten festgestellt, dass das Angebot an passenden Laichgewässern jedoch ungenügend ist.

Jede Menge Arbeit

So hat Pro Natura St.Gallen-Appenzell gemeinsam mit einem ansässigen Ökologiebüro an einem neuen Konzept für die Gestaltung des Schutzgebietes gearbeitet. Verschiedene Massnahmen wurden dabei zu Papier gebracht. Am Samstag wurden an einer Führung durch das Schutzgebiet die geplanten und bereits umgesetzten Massnahmen vorgestellt. Über 60 Personen nahmen nach der Generalversammlung von Pro Natura St.Gallen-Appenzell am lehrreichen Ausflug teil. Entstanden ist das Naturschutzgebiet bereits vor mehr als dreissig Jahren. Der Betrieb der ehemaligen Kiesgrube wurde eingestellt. Es waren Gossauer Schulklassen, die sich damals für ein Biotop an diesem Standort einsetzten. Das Projekt war und ist aber mit jeder Menge Arbeit verbunden. Die Stadt Gossau unterstützte den Unterhalt des Biotops mit jährlich bis zu 20'000 Franken. Um den angespannten Stadthaushalt zu entlasten, wurden die Beiträge seit 2015 jedoch reduziert. Die Übergabe des Espels an Pro Natura St.Gallen-Appenzell sei nun eine gute Lösung.

Unterschiedliche Bedürfnisse

Die Ansprüche der Amphibien sind sehr verschieden, lernten die Teilnehmer schnell. Fortsetzung S.3

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 29. Mai 2019, Seite 1 (9 Views)

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