E-Paper - 10. April 2019
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Otmar kämpft um Einzug ins Halb-finale, Forti um Verbleib in NLA

Von Tobias Baumann

Dank dem Heimsieg gegen Thun im letzten Spiel der Finalrunde beendet der TSV St.Otmar diese auf dem 5. Rang und trifft in den am nächsten Dienstag beginnenden Playoffs auf den BSV Bern. Derweil muss Fortitudo Gossau im Playout-Final gegen GC Amicitia Zürich um den Ligaerhalt kämpfen.

Handball Noch im letzten Jahr startete der TSV St.Otmar aus einer scheinbar aussichtslosen Aussenseiterposition in die Playoffs. Aus der Abstiegsrunde kommend bekamen es die St.Galler mit Pfadi Winterthur, einem der ersten Titelanwärter, zu tun. Die Serie endete denn auch ohne Überraschung mit einem glatten 3:0 für die Winterthurer. In diesem Jahr präsentiert sich die Ausgangslage für den St.Galler Traditionsverein weit vielversprechender. Als Finalrundenteilnehmer und letztlich Fünftplatzierter trifft dieser in einer auf dem Papier völlig offenen Serie auf den BSV Bern.

Klar, die Berner haben den Vorteil, dass sie als Vierter das Duell mit einem Heimspiel eröffnen können. Und beim letzten Gastspiel in Bern blieben die St.Galler Ende März bei der 38:29-Niederlage chancenlos. Dafür spricht die Gesamtbilanz in dieser Saison mit zwei St.Galler Siegen und einem Unentschieden in vier Direktbegegnungen für den TSV St.Otmar.

Auswärtssieg gefordert

In der Finalrunde wiesen die beiden Teams mit je drei Siegen und einem Unentschieden bei sechs Niederlagen die genau gleiche Bilanz auf. Die Gallusstädter müssen in der Best-of-Five-Serie aber zumindest einmal auswärts gewinnen, um in die Halbfinals einzuziehen. Die Serie startet am nächsten Dienstag mit dem Startspiel in Bern, am Donnerstag, 18. April, und, falls die Serie nicht in drei Partien entschieden wird, am Dienstag, 23. April, sind die beiden Heimspiele Otmars terminiert.

Trend spricht für GC Amicitia

Während der TSV St.Otmar um den Einzug in die Playoff-Halbfinals kämpft, steht für den TSV Fortitudo Gossau im Playout-Final die Zugehörigkeit in der NLA auf dem Spiel. Aufgrund der 22:18-Niederlage in der Direktbegegnung gegen Basel am letzten Spieltag zogen die Basler als Achter in die Playoffs ein, während Gossau sich nun mit GC Amicitia Zürich um den letzten Platz in der NLA duellieren muss. Wie in den Playoffs wird auch diese Serie im Best-of-Five-Modus ausgetragen: Wer drei Mal gewinnt, verbleibt in der höchsten Liga. Die einzige Direktbegegnung in der Vorrunde endete Unentschieden, in der Abstiegsrunde siegte zuerst einmal Forti, in den letzten beiden Partien jeweils GC Amicitia. In der Abstiegsrunde holten die Zürcher ausserdem drei Punkte mehr als die Gossauer. Mit Nikola Marinovic steht einer der grossen Trümpfe von GC Amicitia Zürich im Tor. Der 43-Jährige brachte die Gossauer in dieser Saison mit seinen Paraden schon einmal fast zur Verzweiflung.

Ein Weltmeister als Trainer

Der grösste Name beim Zürcher Handballverein, der 2010 aus der Fusion von GC und Amicitia Zürich hervorging, steht aber an der Seitenlinie. Arno Ehret, als Spieler Weltmeister mit Deutschland 1978, führte die Schweiz 1993 an der WM in Schweden als Trainer mit dem vierten Rang zu ihrer besten Platzierung der Geschichte. Während zwei Amtsdauern war er nicht weniger als 13 Jahre lang Schweizer Nationaltrainer, dazu vier Jahre Bundestrainer Deutschlands. Bei GC Amicitia amtete Ehret bereits von 2013 bis 2015 und kehrte in dieser Winterpause zum Verein zurück, um diesen vor dem Abstieg zu bewahren. Obwohl der Zürcher Handball seit dem letzten Titelgewinn von Amicitia Zürich 2009 darbt, sagt die Tatsache, dass GC Amicitia Zürich einen solch grossen Namen als Trainer verpflichten konnte, viel über die finanziellen Kräfteverhältnisse zwischen den Zürchern und den Gossauern aus. Forti steigt als Aussenseiter in diese Serie, die am 20. April mit der ersten Begegnung in Zürich beginnt. Das erste Heimspiel von Forti findet am 27. April statt.

Herisauer Nachrichten vom Mittwoch, 10. April 2019, Seite 25 (13 Views)

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