E-Paper - 10. April 2019
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270 Ordnungsbussen und 21 Verzeigungen

Von Ladina Maissen

Ende des letzten Monats führte die Stadtpolizei St.Gallen eine Schwerpunktwoche bezüglich Verkehr durch. Dabei wurden Fahrzeuge, deren Lenkerinnen und Lenker sowie die Einhaltung der Verkehrsregeln kontrolliert. Insgesamt mussten 270 Ordnungsbussen ausgestellt und 21 Personen verzeigt werden. Für die Stapo sind diese Zahlen eine Bestätigung, wie wichtig solche Kontrollen sind.

Polizei «Sichtbarkeit, Ablenkung, Einhaltung von Arbeitspausen alles Faktoren, welche zu einem Unfall führen können. Um die Sicherheit im Strassenverkehr zu erhöhen, braucht es Prävention aber eben auch Kontrollen», erklärt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen. Deshalb würden jährlich mehrere, grössere solcher Kontrollen durchgeführt, die alle möglichen Themen im Bereich Verkehr umfassen. Ende des vergangenen Monats führte die Stadtpolizei zwischen Montag und Samstag (25. - 30. März) eine sogenannte Schwerpunktwoche durch, im Fokus standen beispielsweise Tiertransporte, die Missachtung von Rotlichtern oder das Verhalten von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern.

«Es sind Übertretungen, welche wir leider täglich antreffen»

Häufiger Grund für eine Beanstandung war das Nichttragen des Sicherheitsgurtes. Es waren insgesamt 81 Personen nicht angegurtet, davon waren sechs Kinder. Ausserdem wurden 41 Ordnungsbussen wegen Missachtung von Fahrverboten und 21 Ordnungsbussen wegen Fahren ohne Licht ausgestellt. Zudem musste die Stadtpolizei 39 Personen wegen Telefonieren am Steuer büssen. Weiter verzeigte sie sieben Chauffeure, die ihre Arbeits-, Ruhe- oder Lenkzeit nicht eingehalten hatten.

Die Zahlen sind wenig überraschend: «Es sind Übertretungen, welche wir leider täglich antreffen», so Widmer. Ein Unfall durch Ablenkung sei schnell passiert. Dies zeigt auch die aktuelle Unfallstatistik, in welcher Ablenkung zu einer der vier Hauptunfallursachen zählt. Bei der Bilanz dieser Schwerpunktwoche sticht eine Zahl jedoch hervor: Die höchste Anzahl Bussen wurde beim «Nichttragen der Sicherheitsgurte» verzeichnet. Dies sei alarmierend: «Die Verantwortung, dass Kinder angegurtet sind, müssen Erwachsene wahrnehmen. Angurten kann Leben retten», betont Widmer. Weiter besorgniserregend sei die hohe Anzahl an Bussen wegen «Telefonieren am Steuer». Widmer: «Obwohl heute Freisprecheinrichtungen weit verbreitet sind, können wir täglich Personen beobachten, die auf der Fahrt mit Mobiltelefon am Ohr unterwegs sind. Auch dies ist eine Ablenkung und wenn gerade auch noch die Hände nicht am Lenkrad sind, kann in einer Situation allenfalls nicht rechtzeitig reagiert werden.»

Damit diese Zahlen verringert werden können, werden in der Stadt nicht nur in solchen Schwerpunktwochen, sondern täglich Kontrollen durchgeführt. «Nur so und entsprechender Prävention kann die Sicherheit im Strassenverkehr erhöht werden.»

Herisauer Nachrichten vom Mittwoch, 10. April 2019, Seite 12 (13 Views)

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