E-Paper - 03. April 2019
Gossauer Nachrichten
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Ein hartes Jahr für den Wald

Nach der langen Hitze des letzten Sommers kam im Herbst Orkan Vaia. Mit insgesamt zwei heftigen Stürmen, der langen Trockenheitsperiode, dem aufziehenden Klimawandel und einem Plagegeist namens Borkenkäfer war das vergangene Jahr ein sehr schwieriges für den Schweizer Wald.

Wälder Die grossen Schäden, die das letzte Jahr in den Wäldern Ausserrhodens und Innerrhodens verursacht hat, werden nun immer mehr sichtbar. «Wir stehen vor einem harten Jahr für unsere Wälder in Herisau. Die anhaltende Trockenheit ist ein grosses Problem», sagt Stefan Holenstein «es bräuchte jetzt zwei oder drei verregnete Sommer, um die Schäden des letzten Jahres zu egalisieren. Vor allem Fichten und Buchen haben sehr darunter zu leiden», so der Revierförster von Hundwil, Herisau und Stein. «Die Bäume, die das überstehen, sehen sich dann der nächsten Herausforderung gegenüber, dem Borkenkäfer. Er befällt die ohnehin geschwächten Fichten und uns bleibt nichts anderes übrig, als die Bäume schnellstmöglich zu fällen und aus dem Wald zu entfernen, bevor die Käfer den nächsten Baum infizieren», so der Revierförster, der seit 2017 Herr über die Herisauer Wälder ist.

Aufräumarbeiten nach «Vaia» schreiten gut voran

«Zwar hat der Borkenkäfer auch Fressfeinde wie den Specht, aber für die Menge an Käfern die durch den milden Winter kommen, ist die Anzahl der Vögel verschwindend gering. Doch generell, so Holenstein «gibt es genug gesunde Bäume, die in der Lage sind, diese schwierige Phase zu überstehen». Auch den Schäden der letzten Herbststürme werde man nach und nach Herr. «Wir haben den Winter durch die grossen Schäden, die vor allem «Vaia» angerichtet hat, aufgeräumt und den Wald wiederhergestellt. Wir sind mit dem bisher erreichten Ergebnis zufrieden. Es konnte bereits sehr viel Sturmholz abtransportiert werden zur Weiterverarbeitung.» Das meiste Sturmholz lande in den umliegenden Sägewerken da die Nachfrage nach Schweizer Bauholz weiterhin sehr hoch sei. Doch es werde noch Jahre dauern bis der Wald sich vollständig erholt hat.

von Marc Ferber

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 3. April 2019, Seite 21 (12 Views)

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