E-Paper - 16. Januar 2019
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Dank Roboter in die USA

Von Rebecca Schmid

Mit ihrer Schwerpunktklasse will Sarah Müller, Lehrerin am Gymnasium Friedberg, an der First Robotics Competition teilnehmen. Der Wettbewerb findet in Ventura statt. Dort werden die Schülerinnen und Schüler Ende März gegen andere Schulklassen aus der ganzen Welt antreten.

Friedberg Letztes Jahr wurde Sarah Müller zu einem Lehrerworkshop der Kantonsschule Glarus eingeladen. Die Lehrpersonen dort haben mit ihren Klassen bereits zwei Mal an der First Robotics Competition teilgenommen. Aus deren Erzählungen erfuhr die Friedberg-Lehrerin vom Wettkampf und war sofort begeistert. Doch, um direkt im selben Jahr daran teilzunehmen zu können, war die Zeit zu knapp. Darum hat sich Müller mit der diesjährigen fünften Klasse mit Schwerpunkt Physik und Anwendungen der Mathematik angemeldet.

Begeisterung und Bedenken

«Als ich die Schüler gefragt habe, ob sie bei diesem Projekt dabei sind, waren die Freude und die Begeisterung riesig. Nach einigen Wochen kamen dann bei ein paar Schülern Bedenken und Sorgen auf, ob die normalen schulischen Tätigkeiten nicht zu sehr in den Hintergrund geraten würden. An einem Informationsabend konnten wir die Schüler und ihre Eltern aber genau orientieren und beruhigen», erzählt Müller. Auch finanziell gäbe es für die Eltern keinen grossen Mehraufwand. Jede fünfte Klasse am Friedberg Gymnasium begibt sich auf eine Schwerpunktreise und für die Klasse von Müller ist das nun die Reise an die First Robotics Competition. Die Lehrerin selbst hat bezüglich des Projekts wenige Bedenken. «Im schlimmsten Fall wird das Gebaute nicht funktionieren. Aber das passiert sogar Profis», so Müller. Während des ganzen Projekts werden die elf Schüler von sogenannten Mentoren unterstützt. Dazu gehört auch die Robofact AG aus Gossau, die Industrieroboter herstellt. Gerade für die Lehrlinge dieser Firma biete die Zusammenarbeit mit den Gymnasialschülern ein gutes Lernfeld. Sie können ihr Wissen und ihre Kreativität anwenden und dieses den Schülerinnen und Schüler weitergeben. Nebst der Robofact AG wird die Klasse durch weitere Personen unterstützt, die in den Bereichen IT oder Maschinenbau tätig sind. «Robotik steht nicht im Unterrichtsplan. Darum brauchen wir Unterstützung und vor allem Erfahrung von Profis», erklärt Müller.

Reise in die USA

Im Januar wird die Klasse die Aufgabenstellung und die Anforderungen an den Roboter erhalten. Danach haben sie bis zum 19. Februar Zeit, die Maschine zu bauen. In den letzten Jahren musste der Roboter Dinge können, wie sich eigenständig an einer Leiter hochzuangeln, Bälle in einen Korb zu werfen oder Bauklötze aufzusammeln. «Alle Anforderungen werden wir wohl nicht erfüllen können. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auf diejenigen konzentrieren, welche wir als realistisch und erreichbar erachten», sagt die Lehrerin. Am 19. Februar wird der Roboter in die USA verschifft, wo er dann zum Wettkampfort gebracht wird. Die Schüler selbst werden vom 25. März bis zum 1. April vier Tage am Wettkampf verbringen. Unterstützt werden sie von einer Partnerschule vor Ort. Sollten sie die First Robotics Competition gewinnen, dürfen sie an der Weltmeisterschaft teilnehmen. «Ich bin gespannt darauf, wie die Schüler die Aufgabenstellungen umsetzen und hoffe auf viele Erfolgserlebnisse. Dieses Projekt ist anders als normaler Schulstoff, den man rasch wieder vergisst. Ich denke, es ist ein Erlebnis, das prägen kann und freue mich, den Schülern zu zeigen, wozu sie fähig sind», erklärt Müller.

Weitere Infos zum Projekt:

www.montepacisrobotics.com

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 16. Januar 2019, Seite 21 (16 Views)

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