E-Paper - 16. Januar 2019
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SP möchte ein Umweltkonzept

Im Namen der SP-Fraktion hat Monika Gähwiler-Brändle an der gestrigen Parlamentssitzung eine Motion eingereicht, in der die Partei den Stadtrat zur Erarbeitung eines Umweltkonzepts mit Massnahmenkatalog aufruft.

Parlament «Die Klimaerwärmung ist real und schreitet weiter voran. Der vergangene trockene Hitzesommer und die immer häufigeren Extremwetterlagen zeigen es mehr als deutlich. Das fordert unsere Gesellschaft heraus und ruft nach Massnahmen. Verschiedene Städte und Dörfer begegnen der Klimaveränderung mit einem Umweltkonzept. Ein solches Konzept und daraus abgeleitete Massnahmen erachten wir auch für Gossau als sinnvoll, nötig und zielführend», schreibt Gähwiler-Brändle in ihrer Motion. Weitere Umfahrungen seien in Gossau ja kein Thema mehr, entsprechend gefragt dafür griffige Massnahmen zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs, des öffentlichen Verkehrs auf Strasse und Schiene, der Parkplatzbewirtschaftung, der Verkehrssicherheit, der Lärmbelastung und der E-Mobilität für Velos und Autos.

«Energiestadt ist Gossau erfreulicherweise schon. Hier sollte das Goldlabel angestrebt werden», so Gähwiler-Brändle weiter. Im Rahmen des Umweltkonzeptes könne das Label «Grünstadt Schweiz» ein erstrebenswertes Ziel sein, das vom Bundesamt für Umwelt unterstützt wird. «Cool Roof»-Konzepte (Kühles-Dach-Konzepte) zur Gestaltung von Dächern, Fassaden, Baumpflanzungen, Bodenentsiegelung, helle Bodenbeläge, Bachoffenlegungen und viele weitere Massnahmen könnten einen wertvollen Beitrag leisten, um das Reflexionsvermögen der Stadt zu verbessern, schreibt die Parlamentarierin weiter. Jeder Quadratmeter Fläche, der die kurzwellige Strahlung der Sonne in nutzbare Energie statt nur in Wärme umwandle (Photosynthese, Solaranlagen) oder reflektiere (helle Farben, Solardächer), leiste einen positiven Beitrag. Für die mit Hitzeperioden oft einhergehenden Starkregenereignisse gelte: Jeder Quadratmeter, der Wasser speichern und wieder an die Umgebung zurückgeben kann, sei ein Gewinn für die Abwasserinfrastruktur und das Stadtklima. Auch der faire und nachhaltige Handel soll gemäss Gähwiler-Brändle Teil des Umweltkonzeptes sein. Die Stadt Gossau hat sich im Frühling 2018 entschieden, Fair Trade Town zu werden, was von der Parlamentarierin als erfreulich beurteilt wird.

Die Stadt St.Gallen erarbeite zurzeit ein Umweltkonzept und beabsichtige, dieses bis Mitte 2019 abzuschliessen und vorzustellen, so Gähwiler-Brändle weiter. Mit dem Umweltkonzept solle ein Massnahmenkatalog verabschiedet werden, der behördenverbindlich ist. Integraler Bestandteil müssten auch ein Monitoring und Controlling des Umweltkonzepts sowie des Massnahmenkatalogs sein. «Gossau könnte bei der Erarbeitung von Konzept und Massnahmen bestimmt von St.Gallen profitieren, beziehungsweise mit der Nachbarstadt zusammenarbeiten. So verbessern sich die Lebensqualität und die Standortattraktivität beider Städte. Wir laden den Stadtrat ein, für Gossau bis Mitte 2020 ein Umweltkonzept mit Massnahmenkatalog zu erstellen», schliesst die SP-Parlamentarierin.pd/tb

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 16. Januar 2019, Seite 21 (13 Views)

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