E-Paper - 09. Januar 2019
Gossauer Nachrichten
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Umweltkonzept in Arbeit

Das in die Wege geleitete Umweltkonzept, das noch in der ersten Hälfte dieses Jahres vorliegen soll, stellt gemäss dem Stadtrat einen Folgeschritt aus dem Energiekonzept 2050 dar. Es soll aufzeigen, auf welche Umweltbereiche sich die gewählten Energie- und Mobilitätsstrategien positiv oder auch negativ auswirken.

Klimawandel Weiter führt der Stadtrat in der Beantwortung einer Einfachen Anfrage von grünen Stadtparlamentariern mit dem Titel «Wie agiert die Stadt St.Gallen in Sachen Klimawandel konkret?» auch ein diesbezügliches Beispiel an: Die von der Stadt angestrebte Elektrifizierung der Mobilität zeitigt positive Auswirkungen auf die Bereiche Lärmschutz und Luftqualität. Würden dereinst nur noch lärmarme und abgasfreie Fahrzeuge verkehren, könnten die Vorschriften zum Strassenlärm und zur Luftreinhaltung einfach erfüllt werden. Ähnliches gilt für emissionsarme Heizungen bezüglich der Luftqualität. Ausserdem entschied sich der Stadtrat dafür, das Thema Suffizienz nicht im Energiekonzept, das sich primär technisch orientiert, abzuhandeln, sondern im Umweltkonzept zu thematisieren. Suffizienz befasst sich mit dem sorgsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen also nicht nur der Energie und mit der Frage, wie die damit verbundenen gesellschaftlichen Werte vermittelt werden können.

Biodiversität und Klimawandel

Weiter auf der politischen Agenda stehen gemäss Stadtrat die beiden Umweltbereiche Biodiversität und Klimawandel und damit verbunden die Bereiche Wasser und Boden. Im Zusammenhang mit der «Smart City», dem Mobilfunknetz SG, dem «Internet of Things» und autonomem Fahren ist zudem der Bereich der Strahlung unter Einbezug der Luftverschmutzung von Bedeutung. Im Spannungsfeld zwischen technisch Machbarem, ökonomisch und gesellschaftlich Wünschbarem und ökologisch Verträglichem gilt es, im Umweltkonzept  sorgfältig aufzuarbeiten.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind aufgrund der Vorarbeiten für das Umweltkonzept noch keine Massnahmen beschlossen. Analog zum Energiekonzept soll auch mit dem Umweltkonzept ein Massnahmenkatalog verabschiedet werden, der behördenverbindlich ist. Integraler Bestandteil sollen auch ein Monitoring und Controlling des Konzepts sowie des Massnahmenkatlogs sein.

Keine «Grünstadt Schweiz»

Nicht anfreunden kann sich der Stadtrat mit der Zertifizierung des Labels «Grünstadt Schweiz», wie er in Beantwortung der Einfachen Anfrage der Grünen darlegt. Mit Blick auf den ökologischen Mehrwert stuft er die Zertifizierung als nicht verhältnismässig ein. Eine Zertifizierung bindet zusätzliche Personalressourcen, welche weit effizienter zielgerichtet eingesetzt werden können, und ist damit sehr teuer. Ein Katalog mit rund 60 festgelegten Massnahmen bildet dabei die Grundlage für die Zertifizierungsbefähigung. Aus der Sicht des Stadtrates steht die Erlangung des Labels deshalb nicht im Vordergrund. Ziel ist es vielmehr, die Mitarbeitenden soweit an das Thema heranzuführen und zu sensibilisieren, dass möglichst viele Massnahmen umgesetzt werden. Nicht das Label zeigt Wirkung, sondern die umgesetzten Massnahmen. Neben Pilotstädten wie Winterthur oder Luzern, die in den letzten beiden Jahren zertifiziert wurden, stehen verschiedene weitere Gemeinden und Städte wie Schaffhausen, Basel, Degersheim, Lichtensteig, Renens und Morges im Zertifizierungsprozess. Dieser dauert zwei Jahre. we

Gossauer Nachrichten vom Mittwoch, 9. Januar 2019, Seite 5 (9 Views)

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