E-Paper - 31. Oktober 2018
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Pro und Contra

Spannend ist es, das Wittenbacher Wahlduell. Ich kenne Norbert Näf seit 1992 und durfte in Untereggen vier Jahre mit ihm arbeiten. Er ist ein guter Kandidat. Frei von Parteiverbandelungen einige Bemerkungen: Es ist legitim, dass die CVP-Maschinerie ihren Mann mit allen Mitteln an die Macht lotsen will. Auch mit sehr viel Geld oder einem agressiven Votum von Frau Lorenz am ersten Tagblatt Podium. Anzurechnen ist Näf seine unermüdliche Präsenz. Er tanzt gerne auf vielen Hochzeiten. So redet er bereits von einem Kantonsratsmandat. Fredi Widmer rechnete an der Bürgerversammlung bei der Frage nach seinem Lohn vor, wie extrem ausfüllend der Job ist. Bleibt da Zeit für diverse Nebenbeschäftigungen? Am Tagblatt Podium punktete Näf mit wahltaktischen Antworten. Auffallend ist, dass mehrere Aussagen gegenteilig sind zur bisherigen CVP-Politik von Widmer. Seitens CVP wird auf Näfs Ausbildung hingewiesen (Rechtsagent und Fachmann Bau). Diese Weiterbildungen sind ideal für Ratsschreiber und Bausekretäre. Ein Gemeindepräsident hat andere Aufgaben zu erfüllen als das Tagesgeschäft der Verwaltungsabteilungen. Bei den Ausserrhoder Regierungsratswahlen wurde Näf deutlich nicht gewählt und sagte danach in der Zeitung: «Ich hätte mir in meiner Gemeinde ein stärkeres Resultat erhofft».

Sachlich betrachtet ein hervorragender Kandidat

Auch wenn das Tagblatt anders kommentierte, sachlich betrachtet ist Oliver Gröble ein hervorragender Kandidat und Glücksfall für parteilose Wählerinnen und Wähler. Er ist völlig unabhängig. Wittenbach täte ein Neustart an der Gemeindespitze gut. Die Parteien sind im Gemeinderat immer noch genügend vertreten. Als Rechtsanwalt mit Zusatzabschluss in Betriebswirtschaft bringt Gröble nebst Verwaltungserfahrung vertieftes juristisches Wissen mit. Solches wird immer wichtiger und fehlt im heutigen Rat. Denken Sie beispielsweise an die Rechtsstreitigkeiten mit der Wittenbacher Firma Abacus. Gröbles Auftreten mag im Vergleich zu Näf weniger umtriebig sein. Für das Leistungsvermögen und die volle Konzentration auf das Präsidium muss das gewiss kein Nachteil sein. Gröble wird auch keine jährliche Parteisteuer abliefern, wie dies Mandatsträger teilweise tun.

Thomas Forrer, Wittenbach

St.Galler Nachrichten vom Mittwoch, 31. Oktober 2018, Seite 17 (19 Views)

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