E-Paper - 24. Oktober 2018
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Senevita Oberhalden in Engelburg

Ein gepflegtes Zuhause im Alter

Am 1. November ziehen Bewohnerinnen und Bewohner ins neue Alters- und Pflegezentrum in Engelburg. Bereits sind sechs 2-Zimmerwohnungen vergeben und bis zum 15. November werden 11 Bewohner aufgenommen.

Vom Alters- und Pflegezentrum in Engelburg geniesst man eine schöne Aussicht zum Säntis, zum Bodensee und zur Kirche Engelburg. Bei so manchem einheimischen Herz wird beim 360 Grad Weitblick gleich das Heimatsgefühl ausgelöst. 2011 stimmten die Bürgerinnen und Bürger der Politischen Gemeinde Gaiserwald ab über den Neubau eines Alters- und Pflegezentrums im Dorfzentrum Engelburg sowie in Abtwil mit einem eindeutigen 'Ja'. «Ausschlaggebend war das Kriterium, keinen eigenen Pflegeplatz in der Gemeinde, auch nicht auf privater Ebene, zu haben. Es gibt viele ältere Menschen, die in ihrer Gemeinde in ihrer Heimat alt werden wollen. Aber bis heute gab es dieses Angebot nicht», erläutert der erfreute Gemeinde- und Stiftungsratspräsident der Stiftung Alter und Gesundheit Gaiserwald Boris Tschirky.

Von der Idee bis zur Umsetzung

Die Bauherrschaft oblag der Stiftung Alter und Gesundheit Gaiserwald, wobei finanzielle Mittel der Gemeinde im Umfang von total 8 Mio. Franken für die beiden Alters- und Pflegezentren in Abtwil und Engelburg in die Stiftung flossen. Die Stiftungsräte einigten sich nach der Befürwortung des Neubaus auf die schweizweit vertretene Betreiberin Senevita insbesondere wegen ihren hohen Qualitätsansprüchen. 2014 gewannen die Gähler Flühler Architekten den Architekturwettbewerb. Der Bau dauerte zwei Jahre. Einsprachen betreffend dem Bau kamen schlank daher. «Vermehrt bemerkte die ungeduldige Bevölkerung, dass die Errichtung des Komplexes nicht schneller von statten ginge», erzählt Boris Tschirky lachend. Bei der Planung waren die hohen baulichen Anforderungen des Kantons einzuhalten sowie die Bedürfnisse der heutigen älteren Generation genaustens zu untersuchen. «Es soll ein Alters- und Pflegezentrum sein, wo sich Menschen wohlfühlen sollen», so Tschirky.

Modernste Zimmer

Das Projekt der Architekten Gähler und Flühler haben mit Ausgaben von 21 Millionen gerechnet, wobei man den Kostenvoranschlag minim unterschreiten wird. «Sieben lichtdurchflutete 2-Zimmerwohnungen wurden im westlichen Gebäudeteil auf drei Stockwerken verteilt, wobei sechs bereits vergeben sind», erklärt Othmar Füglister, Geschäftsführer der Senevita Oberhalden. Des weiteren sind grosszügige 38 Pflegezimmer, je 19 auf einem Stock, mit den modernsten Pflegebetten und schwellenlosen Badzimmern ausgestattet. Betreffend Sicherheit dient eine Lichtschranke im Badzimmer der individuellen Kontrolle. Sofern das Licht innerhalb von zwölf Stunden nicht ein- und ausgeschaltet wurde, löst dies ein Alarmsignal und einen Kontrollgang des Pflegepersonals aus. Bis zum 15. November werden elf Bewohner aufgenommen.

Der monatliche Pensionspreis für die Wohnungen variiert zwischen 2500 und 3500 Franken und beinhaltet:

Wohnung mit Gartensitzplatz oder Balkon; Kellerabteil; Nebenkosten; Notrufsystem mit Pflegebereitschaft über 24 Stunden; tägliches Mittagessen; Hilfestellung und Beratung bei akuten persönlichen Problemen und Teilnahme an Veranstaltungen.

Menschen erzählen Geschichten

«Menschen, die unsere Wohnungen bewohnen, bringen Geschichten», erzählt Füglister. Diese individuellen Lebenshistorien gilt es bei der Anmeldung und im fortlaufenden Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, Familienangehörigen und dem Lebenspartnern herauszukristallisieren. Klar im Fokus steht das allgemeine Wohlbefinden von betagten und pflegebedürftigen Menschen als auch das Aktivieren von Erinnerungen.

Der integrative Ansatz des Alters- und Pflegezentrums Oberhalden wird mit einem überzeugenden Gebäudekonzept nach aussen kommuniziert. So sind auch der erste und zweite Stock mit dezenten Farben koloriert. Besonderen Wert wird auf eine individuelle Inneneinrichtung gelegt. Gegenstände, die genauso Geschichten erzählen oder gar animieren, selbst Erlebtes wiederzugeben. Ausgesuchte antike Exponate und alte Gemälde zieren Räume und Wände. So wie etwa das 200-jährige Puppentheater, die Phoenix- Nähmaschine oder das alte geknüpfte Gobelinbild in der Empfangshalle. Die Betreiberin Senevita setzt bewusst auf Orientierungshilfen mit historischem Charakter.

Das Auge isst mit

Ein qualitativ hoher Anspruch wird auch in der Küche gepflegt. So wird zum Beispiel auf spezielle Diätkost oder Unverträglichkeiten Rücksicht genommen. Das öffentliche Restaurant sorgt für täglich frische Gerichte. So können Familienangehörige, Bekannte aber auch Externe auf eine Mahlzeit oder einen Kaffee und Kuchen vorbeikommen. Die Gartenterrasse mit Ausblick ins Grüne lädt alle zum Verweilen. ma

St.Galler Nachrichten vom Mittwoch, 24. Oktober 2018, Seite 20 (31 Views)

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