E-Paper - 17. Oktober 2018
Herisauer Nachrichten
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Die Alternative zum Fernseher

Von Ramona Koller

Seit dem 1. Juli gibt es in Herisau offiziell eine mobile Sozialarbeit. Das erste Projekt das im Rahmen der neuen Stelle umgesetzt wurde erfreut sich bereits grosser Beliebtheit.

Mobile Sozialarbeit «Es sollen Treffen für Menschen allen Alters und aus jeder Kultur sein», erklärt Sabrina Jaggi, Leiterin der mobilen Sozialarbeit. Gemeint sind die «Quak»-Nachmittage. «Quak» steht für «Spiel und Spass für Kinder im Quartier». Obwohl die Kinder im Vordergrund stehen sind auch Erwachsene willkommen.

Begonnen hat das Projekt, das ursprünglich aus dem Jugendzentrum Herisau entstanden ist, vor einem Jahr mit Nachmittagen, an denen im Schulhaus Kreuzweg gespielt werden konnte. Die Anlässe waren ein grosser Erfolg und sollen deshalb weiterhin durchgeführt werden. Seit diesem Jahr laufen die «Quak»-Nachmittage unter der mobilen Sozialarbeit und finden fünf Mal, jeweils in unterschiedlichen Quartieren, statt. Vergangenen Samstag trafen sich 24 Menschen von Jung bis Alt beim Schulhaus Kreuzweg und spielten gemeinsam Kubb, malten mit Kreide oder jagten sich beim «Fangis» über den Pausenplatz. «Wir passen das Spieleangebot an die Bedürfnisse der Kinder an und schauen, auf was sie Lust haben», so Jaggi. Sie freut sich darüber, dass das Projekt Anklang findet und auf nächstes Jahr ausgeweitet wird. «Dann werden zehn Nachmittage, fünf im Frühling und fünf im Herbst stattfinden.»

Die Nachmittage beginnen jeweils um 14 Uhr und enden um 17 Uhr. «Man darf aber auch mittendrin dazu stossen», so die Leiterin der mobilen Sozialarbeit, «wir sind allerdings kein Kinderhort. Die Kinder sollten selbstständig mitspielen können. Es sind aber auch alle Eltern mit kleineren Kindern herzlich willkommen.»

Ziel sei es ausserdem, die Kinder auch am Wochenende zur Bewegung und sozialen Begegnungen an der frischen Luft zu ermuntern: «Gerade der Sonntag ist bei vielen der Tag an dem wenig unternommen wird. Man möchte am liebsten nichts tun und oft wird dann vor dem Fernseher gesessen. Doch für Kinder ist es wichtig, dass sie sich täglich und bei jedem Wetter draussen bewegen und treffen können.»

Bei den Nachmittagen geht es auch darum, die Quartiere und ihre Bewohner kennenzulernen. «Meine Mitarbeiterin, Lara Robe, und ich sind für Fragen, Anregungen oder auch einfach Gespräche jederzeit offen», so Jaggi. Auch in den Räumlichkeiten der mobilen Sozialarbeit an der Alpsteinstrasse, im ehemaligen «Selewie», kann man uns besuchen und sich Rat holen. Die mobile Sozialarbeit der Gemeinde Herisau befindet sich aktuell im Aufbau. «Wir haben aber schon diverse Projekte in der Warteschlange, die demnächst anlaufen werden», erklärt Jaggi, die zuvor bereits für das Projekt «Selewie» im Einsatz stand.

Herisauer Nachrichten vom Mittwoch, 17. Oktober 2018, Seite 34 (5 Views)

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