E-Paper - 03. Oktober 2018
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Sauer wird nur der Teig

Von René Alder

Pietro Capelli hat schon viele Dinge in seinem Leben gebacken gekriegt. Seine Panettone sind legendär, seine Politambitionen sind es ebenfalls. Die hat er mittlerweile allerdings begraben doch wenn man bis zu 2000 Gipfeli pro Tag an die  Frau und den Mann bringt, hat man sowieso keine Zeit mehr, sich mit italienischer Politik zu beschäftigen.

Gipfelistürmer Im Kirchgemeindehaus Linsebühl erzählt er von seinem interessanten Leben und ist dabei wie immer ein Publikumsmagnet.

Keine Frage: Pietro Capelli ist ein geselliger Mensch. Trotzdem schätzt er es, auch mal eine Nacht allein in der Backstube  zu verbringen, da geht er voll in seinem Element auf. Genau wie der Teig, den er bearbeitet. Die Frage nach dem Rezept und dem Geheimnis seiner Panettone beantwortet er wohl zum hundertsten Mal macht nichts, kann man eh nicht nachmachen, das Original kann nicht übertroffen werden. Es haben sich schon viele daran versucht, doch schon der PH-Wert des Teiges ist eine kleine Wissenschaft, wie Capelli verrät. «Das Rezept ändert mit dem Wetter, der Säuregrad verändert sich.»

Capelli wehrt sich gegen bösartige Gerüchte. «Das mit dem Schweinefett in den Gipfeli stimmt nicht. Es ist eigentlich simpel: Wenig Butter, kurze Triebführung» führt er aus. Jaja, Erfolg bringt Neider. Ganz am Anfang waren es noch 50 Gipfeli am Tag, heute sind es 2000. Er gibt auch arbeitswilligen Migranten eine Chance, ein ehemaliger Flüchtling aus Ex-Jugoslawien arbeitet schon seit 15 Jahren bei ihm, auch Litauer und Tibeter sind oder waren Teil des Teams. «Ich gebe den Leute gerne eine Chance, erwarte aber, dass sie

Fortsetzung auf Seite 3

St.Galler Nachrichten vom Mittwoch, 3. Oktober 2018, Seite 1 (49 Views)

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