E-Paper - 19. Juli 2012
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Das Siegergen eingeimpft

DIE A-JUNIOREN des FC Winkeln sind Ostschweizer Meister

Im Juni gewannen die A-Junioren des FC Winkeln die Coca Cola Junior League. Captain Simon Hofstetter über die Gründe des unverhofften Erfolgs, das unglückliche Ausscheiden an der Schweizer Meisterschaft in Schwamendingen und die Vorzüge seines Vereins im Westen der Stadt.

Luca Ghiselli

Wenn Hofstetter über seine Mannschaft und die vergangene Spielzeit spricht, hat er ein breites Lachen auf den Lippen. Man merkt dem Spielführer an, dass er mit Leib und Seele Fussballer und vor allen Dingen Winkler ist. Seit bald zwölf Jahren spielt der 19-Jährige im Verein. «Im Vergleich mit anderen Vereinen ist es hier sehr familiär, man kennt sich. Ich schätze diese Atmosphäre.» Als Aufsteiger gewannen die Winkler am letzten Spieltag gegen Chur die Meisterschaft und sicherten sich so den prestigeträchtigen Titel des Ostschweizer Meisters.

Mit breiter Brust

Eine Reihe von Zusammenhängen führte zu dieser faustdicken Überraschung. Hofstetter sieht die Trainer Thomas Koller und Armando Senese als Baumeister des Erfolgs. «Die von den Trainern vermittelte Mentalität war ausschlaggebend», meint Hofstetter. Man versuchte in jedem Spiel, unabhängig vom Gegner, das eigene Spiel aufzuziehen und mit breiter Brust aufzutreten. Die Trainer ermutigten ihre Jungs, auch einmal härter in Zweikämpfe zu gehen um sich Respekt zu verschaffen. Die naheliegende Vermutung, dies hätte viele Strafpunkte zur Folge, bewahrheitet sich jedoch beim Blick auf die Tabelle nicht. Die Winkler sahen keine roten Karten und wurden verhältnismässig wenig verwarnt.

Schweizer Meisterschaft

Die Krönung der vergangenen Spielzeit erfolgte mit der Schweizer Meisterschaft in Schwamendingen. Obwohl man unglücklich nach der Vorrunde aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses ausschied, bleibt Hofstetter dieser Tag in guter Erinnerung. «Die Professionalität, mit welcher wir behandelt wurden, war schon etwas Spezielles.» Der Achtungserfolg bleibt, denn man gewann gegen das Team Oberwallis und den FC Dürenast. «Wir wären gerne weitergekommen, und hätten es vom Potenzial her schaffen können.» Doch auch das ist Teil des Siegergens: sich niemals zufrieden zu geben und stets nach mehr zu streben.

Lachendes und weinendes Auge

Ein Quäntchen Wehmut kann aber auch Hofstetter nicht leugnen. Einige Spieler, so auch Hofstetter, verlassen die A-Junioren und trainieren fortan mit der ersten Mannschaft. Das Team zerfällt also gewissermassen in zwei Teile. Das soll jedoch nichts an den zahlreichen Freundschaften, die im Verlauf der Jahre auch neben dem Platz stattgefunden haben, ändern. Viel Zeit für Nostalgie bleibt Hofstetter ohnehin nicht: nur knapp vier Wochen lagen zwischen der Schweizer Meisterschaft Mitte Juni und dem Trainingsstart mit dem 2.Liga Team. Umso wichtiger ist also eine aktive Regeneration in der so kurzen Sommerpause. «Für den Teamausflug nach München und Badeferien in Gran Canaria reicht es aber trotzdem», schmunzelt Hofstetter.

St.Galler Nachrichten vom Donnerstag, 19. Juli 2012, Seite 21 (429 Views)

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